FanFiction: AceAttorney - Justice for Love

Wenn deine kreative Ader letztlich wieder übersprühte, kannst du uns hier die Ergebnisse davon vorstellen.

Moderators: ThePaSch, Codric

FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Sun Nov 27, 2011 10:33 pm

Das hier ist meine FanFiction. Viel Spaß beim Lesen.
(Hinweis: Manche Szenen sind nicht ganz jugendfrei. Bitte vorher überlegen, ob ihr schon in dem Alter seid, in dem man sowas lesen "darf".)

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Spoiler : Neuer Charakter :
Name: Melina Edgeworth
Bild: (siehe mein Ava)
Alter: 17
Geschwister: Miles Edgeworth
Ausbildung: Dualstudium als Staatsanwältin


Spoiler : Prolog :
Heute möchte ich euch meine Geschichte als die 17-jährige Melina Edgeworth erzählen. Alles begann vor einem Jahr. Viel verändert habe ich mich aber nicht, denn auch jetzt noch bin ich eine Schönheit.
Meine braunen Haare sind leicht gelockt und meine großen Augen schimmern grasgrün.
In der sogenannten 'Villa Edgeworth' wohnte ich mit meinem Bruder Miles, dem berühmten Staatsanwalt und mit meiner Stiefschwester Franziska von Karma, die sich nicht zu fein ist, jemanden mit ihrer Peitsche zu schlagen. Wie euch sicher bekannt ist, wurde mein Vater Gregory von unserem Stiefvater Manfred von Karma ermordet. Meine Mutter Samantha ist nach meiner Geburt spurlos verschwunden.
Ich habe mich nie wirklich für den Job meines Bruders interessiert. Morde und vor allem Krimis haben mich zwar schon immer begeistert, aber ich konnte mir nie wirklich vorstellen, dass es in der Realität genauso spannend sein kann.
Allerdings kam ich eines Abends spontan auf die Idee, ein Dualstudium als Staatsanwältin zu machen. Mein Bruder war hellauf begeistert und leitete alles in die Wege.
Phoenix Wright, den ihr sicher noch als Anwalt in Erinnerung habt, riet mir bei einem ganz bestimmten Staatsanwalt meine Ausbildung zu machen. Dieser Mann hätte nämlich ins Gefängnis wegen Totschlags gemusst, allerdings war Maya Fey, das Wunder der spirituellen Medien aus Kurain und zudem seit einiger Zeit die feste Freundin meines Bruders, anderer Meinung und setzte sich mit allen Mitteln für ihn ein.
Nachdem alles feststand und ich meine Entscheidung fast schon bereute, stand mir auch schon mein erster Tag in der Staatsanwaltschaft bevor.


Spoiler : Kapitel 1 :
"Ich bin so aufgeregt. Was, wenn ich etwas falsch mache?"
"Melina, ganz ruhig. Ich fahre dich jetzt zu Godot und dann wird er dir alles erklären. Der ist wirklich nett und hat Maya und mir einiges zu verdanken. Er war total begeistert von der Idee dich als Auszubildende einzustellen, Schwesterherz."
"Vielen Dank Miles, aber ich hätte lieber Kantilen gehabt."
"Du und Kantilen.. Das wäre nie gut gegangen. Ihr seit zwar beste Freunde, aber hättet ihr auch wirklich gearbeitet oder euch nur über Musik unterhalten?!"
Auf so eine Disskusion mit meinem Bruder hatte ich an diesem schönen Tag wirklich keine Lust. Er meinte immer alles besser zu wissen und das ging mir gehörig auf den Zeiger. Dabei wollte ich wirklich eine Staatsanwältin werden. Schließlich waren Franzi und Miles in diesem Job tätig um Gerechtigkeit auf der Welt zu üben - gegenüber den Menschen, Angehörigen und Opfern selbst.
"Abwarten. Ich denke, die Arbeit mit Herrn Armando wird dir Spaß machen. Übrigens sind wir seit dem Vorfall vom letzten Jahr gute Freunde geworden. Du wirst ihn also auch mal nach Dienstschluss mit nach Hause nehmen dürfen." Frech grinsend legte Miles einen Gang höher ein und fuhr geradewegs über die noch gelbe Ampel.
"Was grinst du so?! Als wenn ich was mit meinem Chef anfangen würde. Also bitte Miles... du vielleicht mit Maya, aber ich bin nicht so wie du."
Maya machte des Öfteren Praktika bei meinem Bruder oder hilf ihm bei schwierigen Fällen, indem sie ihre Kräfte einsetzte. Des Öfteren verbrachten sie die eine oder andere Nacht mit einander.
"Vergiss nicht, wir sind Geschwister." Natürlich versuchte er sich zu verteidigen, aber
leider gelang ihm das nicht.
Nach einigen Minuten fuhr Miles in eine Tiefgarage und parkte sein Auto ein.
"So da wären wir. Aussteigen junge Dame."
Meine Knie zitterten schon als ich aus dem Wagen ausstieg, allerdings wurde es immer schlimmer, nachdem wir die Schwelle der Eingangstüre betraten. Im Flur befanden sich Bilder, unter denen sich Schilder mit Namen von ehemaligen Polizeipräsidenten und Staatsanwälten befanden. Irgendwann würde auch ein Foto von mir an der Wand hängen, das tituliert wäre mit 'berühmte und erfolgreiche Staatsanwältin Melina Edgeworth'. Meine Träumereien zerplatzten, als ich wieder spürte, wie heftig meine Knie zitterten. Würde ich es wirklich einmal so weit bringen, fragte ich mich nervös und atmete tief ein und wieder aus.

Erst gingen wir durch den Ermittlerbereich. Dort entdeckte ich Dick Gumshoe, ein Detective, der kein Blut sehen konnte. Er arbeitete schon lange mit meinem Bruder zusammen und reinigte so gut wie jeden Tag Miles Büro. Manchmal fragte ich mich, ob er keine Hobbys hatte.
Neben ihm standen Kantilen, mein bester Freund seit Kindheitstagen an und ein genauso berühmter Staatsanwalt wie Miles, und eine braunhaarige mir unbekannte Polizistin. Mein Bruder ging auf sie zu.
"Schönen guten Morgen zusammen."
"Morgen Herr Edgeworth", sagte Gumshoe fröhlich und Kantilen drehte sich sofort zu mir.
"Da ist sie ja. Melina, schön dich zu sehen." Er ging auf mich zu und umarmte mich fest, worauf dessen mir meine viel zu große Handtasche auf dem Boden fiel. Er hob sie schnell auf und die Polizistin gab mir die Hand.
"Hallo, ich bin Maggey Byrde. Du musst Miles' Schwester sein."
"Ja das bin ich." Mich wunderte es nicht, dass Miles schon allen erzählt hatte, dass ich in seine Fußstapfen treten würde. Miss Byrde wollte gerade etwas sagen, als mein Bruder mir ein Handzeichen gab, damit ich ihm folge. Also verabschiedete ich mich und lief ihm schnell hinter her.
Wir gelangten endlich auf dem zwölften Flur - der Flur der Staatsanwaltschaft.
Wir gingen den Flur entlang. Währenddessen erblickte ich an einer Tür, ein Poster der Gavinners. Ich dachte mir sofort, dass es Kantilens Büro war, denn er war der einzige Staatsanwalt in seiner Band. Weiter entlang des Flures, blieben wir an einer braunen Tür stehen, auf der ein Schild mit der Nummer '1204' und 'Diego Armando' stand. Darunter befand sich ein großes Bild von ihm. Vor Schreck verlor ich das Gleichgewicht und hielt mich an Miles fest. Mir wurde übel und ich bekam Kopfschmerzen. Er sah so furchteinflößend aus mit seinen langen, weißen Haaren und einer weiß-roten Maske. Seine Nase war spitz und seine Lippen schmal. Seine Koteletten waren so lang, dass sie sich mit seinem schwarzen kurzgeschnittenen Bart verbunden.
"Ehm Bruderherz", begann ich ängstlich zu stottern, "ich glaube mir ist schlecht."
"Ach, das ist nur die Aufregung." Für ihn gab es immer einen simplen Grund, denn er wusste, dass mich der Anblick des Bildes in Angst versetzte. Aber es gab kein Zurück mehr. Er hatte bereits geklopft.

Wir hörten ein 'herein' und mein Bruder öffnete die Tür. Nachdem wir den Raum betraten, gingen wir auf Godot zu, der an einem großen Schreibtisch aus Kiefernholz saß.
"Guten Morgen. Miles." Er gab meinem Bruder die Hand. "Und Sie sind sicher Melina Edgeworth?" Vor lauter Anspannung nahm ich gar nicht wahr, dass er mir auch die Hand geben wollte.
"Ja, ist sie. Entschuldige das Benehmen meiner Schwester. Sie ist extrem schüchtern." Wandte mein Bruder schnell ein und schob mich zu Herrn Armando.
"Das stimmt doch gar nicht." Ich legte seine Hände von meinem Rücken und registrierte erst im Nachhinein, wie laut ich geworden war. Dann gab ich ihm schnell die Hand.
"Ja, ich bin Melina Edgeworth. Ich freue mich auf eine Zusammenarbeit mit ihnen. Mein Bruder hat mir nämlich schon viel Gutes von Ihnen erzählt."
"Die Freude liegt ganz meiner Seits. Ich habe aber deinem Bruder auch viel zu verdanken." Ich bemerkte seinen traurigen Blick und er tat mir Leid.
"Aber du kennst die Geschichte bestimmt schon", er räusperte sich und richtete seinen Blick wieder zu Miles. „Wie geht es Maya?"
"Maya geht es gut. Sie war bis gestern in Kurain bei ihrer Cousine. Sie möchte, dass Pearl zu uns zieht." Miles und Herr Armando erzählten weiter, aber ich war bei meinen Gedanken bereits woanders. Ich schaute mich in seinem Büro um. Seine Möbel waren aus dem gleichen Holz geschnitzt, wie sein Schreibtisch und es hingen viele Bilder an der Wand. Eins von ihm mit braunen Haaren, daneben standen ein korpulenter Mann mit Brille und eine junge Frau. Sie kam mir bekannt vor und schließlich fiel es mir ein. Es war Mia Fey. Godot und Sie waren damals ein Paar gewesen, bevor er ins Koma fiel und sie starb. Eine traurige Geschichte. Ob er wohl schon darüber hinweg war?
"Und sie kennen Kantilen und Daryan, richtig?"
"Äh, wie bitte?" Ich bemerkte zu spät, dass er mich ansprach.
"Ich hatte gefragt, ob sie Kantilen und Daryan kennen?"
"Ja, richtig. Kantilen habe ich unten schon getroffen." Ich stellte mich wieder neben meinem Bruder. Dieser ging allerdings plötzlich zu Tür.
"So, dann lass ich euch mal alleine, schließlich bildet er dich aus und ihr wollt euch bestimmt noch besser kennen lernen. Bis später in der Cafeteria." Er zwinkerte mir zu und schloss die Tür hinter sicher. Godot zeigte mit der Hand auf einen Stuhl und ich setzte mich. Ich holte meine Unterlagen heraus. Mein Lebenslauf, einen Block und einen Stift.
"Frau Edgeworth? Würde es Sie stören, wenn wir uns duzen?"
"Ehm, nein, wieso?" Verwirrt sah ich ihn an.
"Ich denke, wenn wir uns duzen, können wir etwas lockerer zusammen arbeiten. Ich merke doch, wie angespannt Sie sind."
Mein Kopf lief rot an. Ich hatte gehofft, dass er es nicht bemerken würde.
"Entschuldigung. Ich wollte nicht dass Sie den Eindruck kriegen, ich wäre angespannt. Ich dachte, wir fangen erst mit dem Organisatorischem an und danach machen wir etwas Lockeres." Er grinste mich an und ich konnte seine Gedanken lesen. Ich hatte aber auch zu zweideutig geredet.
"Okay. Was sie auch immer unter Lockerem verstehen. Ich bin Diego." Er stand auf und hielt mir seine Hand hin. "Melina." Ich stand ebenfalls auf und gab ihm meine Hand.
"Gut, dann lass uns mal zu den organisatorischen Dingen kommen."

Es waren schon zwei Stunden vergangen. Er hatte sich meine Unterlagen genau unter die Lupe genommen und mir seinen neusten Fall gezeigt. Meine Anspannung ließ nach und ich fühlte mich in seiner Gegenwart immer wohler. Mit einem fröhlichen Gefühl im Bauch bemerkte ich, wie ich mich von meinem ersten Eindruck täuschen gelassen habe. Sein Lächeln war sehr sympathisch und im Gegensatz zu meinem Bruder, keineswegs streng.
Schließlich ließ er mich gehen mit der Aufforderung mir das Gebäude genau anzusehen und pünktlich zur Mittagspause zu Erscheinen. Ich hatte gehofft, irgendwo Kantilen und Daryan zu treffen und wie es der Zufall so wollte, traf ich die beiden auch. Kantilens Bürotür stand ein Spalt offen und ich hörte, wie die beiden sich unterhielten. Kantilen stand vor dem Fenster und strich über sein langes, blondes, geflochtenes Haar. Daneben saß Daryan auf dem Schreibtisch. Er war ganz schön groß geworden und durch seine Muskeln noch männlich als zuvor. Zwar hatte er schwarze lange Haare wie Kantilen, aber er gelte sie sich immer nach vorn, so dass er aussah, als hätte er ein Horn auf dem Kopf. Zugegebenermaßen stand seine Frisur ihm. Auf einmal verlor ich das Gleichgewicht und fiel auf den Boden. Daryan sprang auf und Kantilen drehte sich um.
"Was war das denn?" Er schaute in Richtung Tür. "Hallo? Ist da jemand?"
"Ehm.. Hi Jungs." Errötet sah ich sie an.
"Melina, du bist es." Zufrieden ausatmend kam Kantilen auf mich zu. "Hast du uns etwa belauscht?" Grinsend hielt er mir eine Hand hin und ich nahm sie entgegen und stand auf.
"Wenn du es so nennen möchtest. Hey Daryan." Lächelnd sahen wir uns einen Moment lang in die Augen.
"Hey Melina." Er lief rot an. "Schön, dass du jetzt auch hier arbeitest. Kantilen hat mir schon alles erzählt." Dann kam er auf mich zu und umarmte mich. Sein Parfüm war eindeutig von Jean Paul Gautier und seine kräftigen Arme hielten mich lange fest. Auf einmal trafen sich Kantilens Blicke mit Meinen und schnell stieß ich Daryan vorsichtig von mir.
"Das habe ich mir gedacht. Kantilen muss auch immer alles weiter sagen." Böse schaute ich ihn an.
"Ja er.. Oh entschuldigt mich." Sein Handy hatte geklingelt und er lief aus der Tür.
"Melina, gleich die Männer scharf machen, was?"
"Boar Kantilen. Was redest du schon wieder! Ich mach hier niemanden scharf." Sauer boxte ich ihn in die Seite.
"Stimmt, du bist scharf. Vergiss bitte nie, wer dein Erster war." Er grinste mich frech an und verließ sein Büro. Mir war klar, was er damit meinte. Ich hatte mein erstes Mal mit ihm und das hielt er mir bei jeder Gelegenheit unter die Nase. Dabei war es genauso sein erstes Mal. Wir beide hatten allerdings nie eine feste Beziehung. Meine Schwester und sein Bruder waren schon seit 3 Jahren zusammen. Franzi war damals 16 und ich 14. Kantilen hatte zu der Zeit seine Band Die Gavinners gegründet und wollte mit mir vor seinen Jungs angeben, was ihm letztendlich auch gelang. Typisch Kantilen...

Nach meiner Besichtigungstour durchs Polizeigebäude ging ich entspannt zur Cafeteria. Ich war mal wieder zu spät dran und alle saßen schon an ihren Tischen. Mein Bruder winkte mir bereits mit einem bösen Blick zu und ich ging schnell zu ihm und setze mich.
"Und wie war‘s bis jetzt?", fragte er mich mit einem mittlerweile recht normalen Blick.
"Gut, ich kann mich nicht beklagen."
"Ich möchte dir übrigens jemanden vorstellen." Er stand auf und nahm meine Hand, damit ich ihm folgte.
"Schau mal." Er zeigte auf einen jungen Mann mit hoch gegelten, braunen Haaren. "Das ist unser Praktikant. Apollo Justice." Er klopfte ihm auf die Schulter und er drehte sich um.
"Hallo Apollo!"
"Guten Tag Herr Edgeworth." Verlegen gab er Miles die Hand.
"Er macht ein Jahr lang Praktikum bei uns. Wunder dich nicht, er ist etwas schüchtern. Übrigens möchte er selber später Anwalt oder Staatsanwalt werden." Auffällig betonte er den letzten Satz.
"Apollo, das ist meine Schwester Melina. Sie arbeitet seit heute als Staatsanwältin. Natürlich in der Ausbildung, aber wenn du Fragen hast, kannst du dich auch an sie wenden.“ Miles sah mich auffordernd an und ich gab Apollo kurz meine Hand.
"Hi, ja also, du weißt ja jetzt wer ich bin. Ich hoffe das Jahr wird dir hier gefallen. Wir werden uns bestimmt später noch mal sehen." Daraufhin gingen Miles und ich zu unserem Tisch.
"Äh Bruderherz, was sollte das denn?" Gereizt sah ich ihn an.
"Wie, was sollte das?! Ich wollte, dass Apollo dich auch mal kennen lernt."
"Ja das ist mir klar, aber mir kam das nicht nur so vor, als wenn du mich ihm NUR vorstellen wolltest." Da ich meinen Bruder kannte, sagte er mir nach einer Weile seine eigentliche Absicht.
"Ja gut, ich wollte, dass du jemanden kennenlernst und nicht immer mit Kantilen und seinen Musikerfreunden herumhängst. Apollo ist doch ein ganz netter Kerl und ihr habt beide die gleichen Interessen und Ziele. Das würde super zusammenpassen... Jetzt sieh mich nicht so an." Er legte seinen Schmollmund auf.
"Miles, lass das. Ich will nicht, dass du dich in mein Liebesleben einmischt. Ich möchte mir selber meinen Freund aussuchen und schon gar nicht erst verkuppelt werden und was Kantilen angeht, er ist ganz anders als sein Bruder Kristoph."
"Du hast ja Recht. Aber ich mache mir nun mal Sorgen. Schließlich möchte ich, dass du deine Ausbildung schaffst und eine gute Staatsanwältin wirst. Aber wenn Kantilen dich ablenkt, dann wird daraus nichts." Miles mochte Kantilen, aber er fand, dass er nicht in die Staatsanwaltschaft passte. Er liebte die Musik, war am Wochenende auf Konzerten und brach einem Mädchen nach dem Anderen das Herz. Miles wollte natürlich nicht, dass es mir genauso ginge.
"Miles, jetzt hör mal zu. Kantilen und ich sind und bleiben auch nur gute Freunde. Und falls Dus wissen willst, ich habe eh schon mit ihm geschlafen, aber nur rein freundschaftlich." Nachdem ich es ausgesprochen hatte, war ich mir meiner Schuld bewusst und bereute es sofort, denn jetzt würde es Stress geben.
"Wie bitte? Du hast was? Freiwillig?" Auf weitere Diskussionen hatte ich keine Lust und verließ meinen Platz.
"Warte. Ist das dein ernst? Melina bleib stehen!" Ich wurde von allen Seiten angestarrt, aber das war mir in diesem Moment total egal. Mein Bruder schrie schließlich durch die Cafeteria wie ein Verrückter - nicht ich. Trotzdem hätte ich es ihm nicht sagen dürfen. Was mich wohl Zuhause erwarten würde?

Spoiler : Kapitel 2 :
Meine Schwester sprach während der Rückfahrt vom Büro kein Wort mit mir. Erst hatte ich gedacht, sie würde sich entschuldigen, aber bei dem Gedanken kam ich mir selber lächerlich vor. Wofür denn auch?
Wie konnte ich nur glauben, dass sie noch Jungfrau war. Sie war schließlich schon 17 Jahre alt. Aber musste es denn ausgerechnet Kantilen sein? Seit sein Bruder in Franziskas Leben aufgetaucht war, hatten wir nur Probleme zuhause. Damals lebte auch noch unser Stiefvater und mit ihm war wirklich nicht zu spaßen. Er war immer gegen eine Anwalt-Staatsanwalt-Beziehung und damit hatte er auch vollkommen Recht. Jeden Tag stritten sich Franzi und er. Mich zogen die beiden immer mit herein. Melina hatte sich natürlich fein herausgehalten. Ihr war es schon damals egal, mit wem Franzi zusammen war. Sie ging auch öfters mit zu Kristoph.
Moment mal. Von wegen sie ging zu Kristoph.
Sie ging zu Kantilen.
Ich fuhr auf die Einfahrt und schaltete den Motor aus. Melina und ich gingen schweigend nebeneinander herlaufend ins Haus und sie verkroch sich sofort in ihr Zimmer. Sie ließ sich den ganzen Abend nicht mehr blicken und darüber war ich auch sehr froh. Denn ich musste noch einige Akten durchgehen für den Fall morgen vor Gericht.
Es half nichts. Ich konnte nicht mehr klar denken. Natürlich dachte ich noch öfters an meine Schwester, aber eigentlich hatte ich mich nur ablenken wollen.
Heute Nachmittag hatten Maya und ich einen Streit deswegen. Vorher hatten wir schon eine Auseinandersetzung wegen Pearl ihrer Cousine und dann kam auch noch meine Schwester hinzu. Ich war mir sicher, dass wir uns nie wegen solcher Kleinigkeiten streiten würden, aber da hatte ich mich wohl getäuscht.

"Hast du auch schon die Zeitung gelesen? Hier steht mal wieder so ein Quatsch drin. Wir sollten uns um eine Stellungsnahme zu dem Fall SI-3 kümmern." Maya blätterte die Zeitung um und las aufmerksam den Artikel durch.
"Schatz, weißt du was Melina mir heute Mittag gesagt hat?" Eigentlich wollte ich nicht darüber reden, aber mir lies es keine Ruhe. "Sie hat mir doch tatsächlich gesagt, dass sie mit Kantilen rein freundschaftlich geschlafen hat." Maya lies die Zeitung sinken und sah mir ins Gesicht.
"Du willst mir doch jetzt nicht ehrlich sagen, du hast es nicht gewusst?"
Überrascht sah ich sie an. Ich musste ihre Worte noch einmal auf mich wirken lassen, bevor ich sie verstand.
"Was willst du mir denn damit sagen?"
"Das hat doch jeder gewusst. Kantilen hat überall damit herumgeprahlt. Das war schon fast nervig. Aber es war ja nie etwas ernstes zwischen den beiden - von daher." Die Worte kamen ihr so über die Lippen, als würden wir uns über Alltägliches, wie den Wetterverhältnissen, unterhalten.
"Wieso hast du mir das nie gesagt?" Ich stand auf und ballte die Hände zu Fäusten.
"Ich dachte, du wüsstest es. Schließlich ist sie deine Schwester."
"Nein, denkst du sie sagt mir alles? Aber du hättest es mir sagen müssen. Schließlich muss ich über Melina Bescheid wissen. Stell dir mal vor sie wird schwanger und dann?"
"Jetzt mach mal halblang", jetzt stand auch sie auf, "es ist schon 3 Jahre her und du hast mich ja auch nie danach gefragt. Ich kann dich aber beruhigen, sie ist momentan nicht aktiv und wenn, dann schützt sie sich." Sie legte die Hand auf meine Schulter, aber ich stieß sie weg. "Miles, bitte beruhig dich."
"Mit wie vielen hatte sie schon?" Ich wollte es unbedingt wissen. Was, wenn sie schon mit hunderten von Männern im Bett war? Was, wenn sie sogar Geld dafür nahm? Alle wussten es außer mir und meine engsten Freunde redeten über meine Naivität. "Sag es mir."
"Findest du nicht, du gehst etwas zu weit? Das ist doch wirklich ihre Angelegenheit."
"Du weißt es?" Ich packte sie am Handgelenk.
"Aua, Miles, du tust mir weh." In ihren Augen sah ich Tränen hervorkommen, aber mir war es egal.
"Ich darf es dir nicht sagen. Sie vertraut mir doch." Ich ließ sie los und drehte mich um.
"Ich vertraue dir auch. Aber du mir anscheinend nicht. Geh, ich will dich nicht mehr sehen."
"Miles, das ist ungerecht. Du machst aus jeder Mücke einen Elefanten. Was ist im Moment nur los mit dir?" Ich rührte mich keineswegs und blieb kalt, bis sie anfing zu weinen.
"Soll ich etwa deiner Schwester sagen, wie du im Bett bist oder mit wie vielen Frauen du schon hattest?" Natürlich sollte sie das nicht, aber ich wollte nicht mehr groß mit ihr diskutieren.
"Geh einfach." Ich hörte nur noch ihr Schluchzen und einen lauten Türknall.

Was hatte ich nur getan? Nachdem mir mein unreifes Verhalten bewusst wurde, suchte ich sie - ohne Erfolg. Diego sagte mir, er habe sie nach draußen laufen sehen. Aber dort war sie nicht mehr und ihr Handy war ausgeschaltet. Eine dumme Sache aus der sich ein dummer Streit entwickelt hatte. Ich sprach ihr immer wieder auf die Mailbox und entschuldigte mich für. Aber ich bekam keine Antwort.
"Du bist noch wach?", hörte ich eine Stimme sagen und sah Melina in Bademantel an der Küchentür gelehnt stehen.
"Ja, ich habe noch zu tun. Übrigens ich..."
"Nein warte." Sie unterbrach mich und setzte sich auf den freien Stuhl neben mir.
"Hör mal, dass war wirklich dumm von mir. Ich hätte dir das nicht einfach an den Kopf knallen sollen. Ich weiß doch, dass du dich nur um mich sorgst. Wir haben ja nur noch uns. Und ich weiß auch wie du über Kantilen denkst. Aber du solltest ihn nicht mit seinem Bruder vergleichen. Sie sind zwar Geschwister, aber trotzdem sind sie nicht gleich. Oder findest du wir sind gleich?"
Sie grinste mich mit ihren zuckersüßen Augen an und ich musste auch lächeln.
"Ist alles in Ordnung mit dir?" Anscheinend bemerkte sie meine Traurigkeit, obwohl ich es zu verbergen versuchte.
"Ach Schwesterherz. Es tut mir leid, dass ich mich in deine Sachen eingemischt habe. Vergessen wir die ganze Sache einfach." Ich drückte ihre Hand.
"Aber trotzdem bedrückt dich etwas, stimmts?"
"Ja. Ich habe mich mit Maya gestritten. Ich habe ihr unnötig wehgetan. Ich wollte mich bei ihr entschuldigen, aber ich kann sie nirgends finden - geschweige denn erreichen."
"Soll ich es mal versuchen?"
"Nein, lass ruhig. Das ist meine Sache. Aber trotzdem danke. Und jetzt geh wieder ins Bett, morgen ist schließlich dein zweiter Arbeitstag."
Sie gab mir einen Kuss auf die Stirn und ging wieder nach oben. Ich überlegte mir was ich tun könnte um Maya zu erreichen, aber ich gab es dann doch schließlich auf. Ich war zu müde und konnte nicht mehr denken. Auf einmal schlief ich ein.

Ein wunderschöner sonniger Morgen. Das wünscht sich doch jede Frau nach einer langen Nacht. Moment mal. Lang? Ich schaute auf den Wecker.
AAAAAAAAAAAhhhh... Ich habe verschlafen!!
Ich sprang aus meinem Bett und ging in den Flur. Miles Zimmertür war offen. Ich blickte kurz hinein, aber sah niemanden. Er war doch nicht ohne mich gefahren? Ich lief so schnell ich konnte die Treppe herunter und stand in der Küche. Dort saßen am Küchentisch Miles und Maya. Die Beiden aßen gemütlich zu Frühstück.
"Guten Morgen, Schwesterherz."
"Du weißt schon wie spät es ist. Hey Maya. Wann bist du denn gekommen? Ich habe dich gar nicht gehört."
"Sie ist mitten in der Nacht gekommen. Aber willst du nicht deinem Chef auch guten Morgen sagen?" Meinem Chef?
Ich schaute mich um und sah plötzlich Diego Armando am anderen Ende des Tisches gemütlich in ein Brötchen beißen.
"Wir wollten heute später zur Arbeit gehen. Ich habe sowieso heute nur einen Fall vor Gericht und Diego wollte dir heute eine Einführung ins Gesetzbuch geben, was er aber genauso gut hier machen kann. Schwesterherz? Hörst du mir noch zu?" Ich blickte wieder zu ihm und nickte. "Melina, zieh dir mal bitte was über. Du machst Diego noch ganz verrückt."
Und da fiel es mir erst auf. Ich hatte nur einen Spitzen-BH und einen String an. Und so sah mich auch noch mein Chef. Alle drei lachten laut los als ich ganz schnell nach oben rannte und die Tür zuknallte.
Wie peinlich war das denn? Und mein Bruder hatte mich natürlich nicht vorgewarnt.
"Ach Miles, du hättest ihr was sagen sollen. Hast du nicht gesehen, wie aufgeregt sie war?"
"Doch klar." Miles legte seinen Arm um Maya. "Aber komm, das war ein harmloser Scherz. Was Melina manchmal mit mir abzieht willst du gar nicht wissen."
"Spätestens wenn ich hier einziehe, weiß ich es."
Ich beobachtete die Beiden ganz genau. Wie sie sich ansahen und sich schließlich küssten. Wie lange hatte ich mir schon eine Freundin gewünscht. Während ich 5 Jahre lang im Koma schlummerte, starb meine Freundin Mia. Als ich dann wieder erwachte, war niemand da.
Mia war Mayas Schwester, aber sie hatten nicht viel gemeinsam. Mia war eine ausgezeichnete und dazu gutaussehende Anwältin gewesen. Aber sie war nicht mehr da.
Maya hingegen musste noch viel lernen, genieste ihr Leben allerdings in vollen Zügen und ließ die Arbeit gerne mal liegen um mit Miles einen romantischen Sparziergang zu machen. Es war wirklich wieder Zeit für mich sich auf jemand Neues einzulassen. Nur auf wen?
"Diego. Ich rede mit dir."
Ganz in Gedanken vertieft merkte ich gar nicht, dass Miles mit mir sprach.
"Möchtest du jetzt noch was Essen oder nicht? Sonst räumen wir den Tisch ab und du kannst dich schon mal ins Wohnzimmer setzen. Ich denke Melina wird gleich fertig sein und herunterkommen." Er lachte und ich gab ihm ein Zeichen, dass ich satt war.
Ich stand auf und ging ins Wohnzimmer. Es lag gegenüber der Küche und dem Esszimmer.
Dort stand eine Getränkebar, ein großer Fernseher mit einer Eckcouch und zu guter letzt Melina's geliebter Flügel. Miles hatte mir erzählt, dass sie gerne darauf spielte. Ich hatte sie allerdings noch nie spielen gehört.
Gestern war unser erster Arbeitstag gewesen. Zuerst kam sie mir richtig verängstigt und schüchtern vor, aber nachdem sie Miles angefahren hatte, merkte man, wie temperamentvoll sie doch war. Ich weiß nicht warum, aber ich fand sie interessant und wollte mehr von ihr wissen, allerdings hatte ich ihr vertrauen noch nicht ganz gewonnen.
Lag es an meinem Aussehen oder meiner Vergangenheit?
"Was willst du trinken, Diego?" Miles sah mich an. "Lass mich raten. Kaffee? Du wirst bald noch krank, wenn du so viel Kaffee trinkst." Er schüttelte den Kopf und ging wieder in die Küche.
Danach kam Maya zu mir.
"Am besten sprichst du Melina gleich nicht auf den kleinen Zwischenfall an. Ich war gerade bei ihr oben und sie war außer sich. Miles kann noch was erleben." Grinsend drückte sie meine Hand und ich nickte zustimmend.

Als ich nach unten kam war der Küchentisch aufgeräumt und Herr Armando saß alleine im Wohnzimmer. Er betrachtete seine Kaffeetasse und stellte sie wieder auf den Tisch zurück. Plötzlich stützte er sein Gesicht auf seine Hände und sprach mit sich selbst. Ich konnte leider nichts verstehen und ging zu ihm. Er hörte mich anscheinend und sah auf.
"Ach da bist du ja. Ich habe auf dich gewartet. Dein Bruder ist allerdings schon weg mit Maya. Ich hoffe es macht dir nichts aus mit mir alleine zu sein." Verlegend grinste er mir zu und zeigte mit seiner Hand auf den Platz neben sich. Ich setze mich zu ihm und er nahm ein Buch in die Hand. "Das ist übrigens das Gesetzbuch. Miles hatte ja bereits erwähnt, dass wir daraus etwas besprechen wollen, aber eigentlich wollte ich dich besser kennen lernen und habe gedacht, dass wir dann besser hier sind als im Büro." Etwas überrascht und irritiert sah ich ihn an.
"Ich versteh nicht ganz, besser kennenlernen inwiefern?" Ich schluckte und wusste nicht recht was ich denken sollte. Erst überlegte ich mir Strategien aus, wie ich schnell aus dem Wohnzimmer flüchten könnte, allerdings kam mir dann doch der Gedanke, ob ein wenig Spaß mit einem älteren Mann nicht eine schöne und aufregende Abwechslung wäre.
"Ich würde dich gerne mal auf Klavier spielen hören." Überrascht sah ich ihn an. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Welcher Mann interessierte sich für mein Klavier spielen.
"Sind sie sich sicher?", fragte ich irritiert.
"Du sollst mich doch nicht siezen, Melina. Ja. Ich mag klassische Musik und da du Talent hast, würde ich auch gerne daran teilhaben." Auf einmal musste ich über mich selber lachen und konnte nicht mehr aufhören. Wieso dachte ich er würde mit mir ins Bett wollen? Er war mein Chef. Allerdings versuchte ich mich dann zusammenzureißen, aber ich schaffte es nicht. "Melina? Habe ich was im Gesicht oder wieso lachst du?" Er schaute mich verlegen an und fuhr mit seinen Händen durchs Gesicht.
"Nein, Entschuldigung. Ich musste nur gerade an etwas denken. Mit ihnen, entschuldige, dir ist alles in Ordnung. Welches Stück möchtest du denn hören?" Ich setze mich auf den Klavierstuhl und legte meine Noten zurecht.
"Hast du auch Lieder selbst komponiert?" Wieder eine Frage mit der ich nicht gerechnet hatte. "Miles hatte so etwas erwähnt." Ich nickte, schloss meine Augen und fing an eines meiner Lieder zu spielen, das 'Real Love' hieß. Meine Finger glitten über das Klavier, als würden die einzelnen Tasten Magnete besitzen, mit denen sie meine Finger zur rechten Zeit anziehen. Meine Stimme ließ ich allerdings außen vor, da ich mich nicht traute den Text vorzusingen.
Nachdem ich fertig war sah ich ihn an und er hatte Tränen in den Augen.
"Diego", fragte ich vorsichtig, "ist alles in Ordnung?" Er sagte nichts, nahm aber ein Taschentuch vom Tisch und wischte sich damit die Augen ab.
"Das hat mich wirklich sehr gerührt. Du hast wunderbares Talent. Den Song würde ich glatt kaufen, wenn es ihn zu kaufen gäbe."
"Vielen Dank. Bisher hat es noch niemanden so berührt, wenn ich gespielt habe." Noch nicht einmal wenn ich den Text vorgesungen hatte. Was wäre wohl seine Reaktion darauf gewesen?
In dem Text ging es nämlich um die große Liebe und soweit ich die Geschichte von Diego mitbekommen hatte, war anscheinend seine große Liebe Maya Fey, mit der er aber noch nicht einmal ein halbes Jahr zusammen war. Er hatte danach auch keine Andere mehr gehabt.
Miles hatte mir vor meinem ersten Arbeitstag viel über ihn erzählt.
"Übrigens sagte mir Kantilen, dass heute Abend ab sieben Uhr bei ihm eine Party steigt für alle Staatsanwälte und Ermittler. Ich werde allerdings nicht kommen." Ich wunderte mich und war ein wenig enttäuscht.
"Nein, komm doch bitte." Ich wusste selbst nicht, wieso ich dies sagte, aber er war nett und sollte sich vergnügen.
"Bitte. Für mich." Ich legte meinen Schmollmund auf und er lächelte.
"Na gut, dann sehen wir uns heut Abend."

Spoiler : Kapitel 3 :
'Ein lässiges Hemd oder doch besser ein eleganter Anzug? Krawatte, Fliege oder nichts dergleichen? Gel in den Haaren? Was würde ihr wohl besser gefallen?'
Diese Fragen gingen mir schon den ganzen Nachmittag durch den Kopf. Ich wollte ihr gefallen. Sie war wirklich süß. Also entschied ich mich für etwas Elegantes. Melina mochte nämlich Partys und stylte sich immer sehr dafür auf. Mein Entschluss war gefasst. Ich wollte sie an diesem Abend fragen.
Um circa sechs Uhr machte ich mich auf. Als Mitglied der Gavinners konnte ich mir schließlich nicht erlauben zu spät zu kommen. Mein Keyboard war poliert und gut verstaut im Kofferraum. Da ich ein Jahr älter als Kantilen war, durfte ich schon alleine Auto fahren. Das kam mir natürlich zu gute und vor allem den Jungs.
Am Haus angekommen, hörte ich schon laute Musik. Franziska und Kristoph - Kantilens Bruder - saßen händchenhaltend in der Küche und Kantilen komponierte ein Stück auf seiner brandneuen Gitarre. Er fluchte bei jeder dritten Note und konnte sich anscheinend nicht recht entscheiden. Als er mich sah, legte er seine Gitarre beiseite.
"Hey du bist der erste, abgesehen von Franzi." Er gab mir einen Handschlag und umarmte mich daraufhin fest. Franziska kam zu uns und starrte mich nur verächtlich an.
"Du hast dich aber aufgestylt. Sieht dir gar nicht ähnlich. Hast du heute Abend noch was vor?"
"Ja, das kann man so sagen. Erst der große Auftritt und danach mit dem heißesten Girl der Polizeiwache nach Hause gehen." Fragende Gesichter sahen mich an. "Ihr werdet schon sehen." Ein lautes Seufzen erfüllte den Raum und Franziska ging wieder zu Kristoph.
"Ist die hier eingezogen oder warum hängt sie dauernd hier rum?"
"Frag mich was Einfacheres. Ich habe schon überlegt auszuziehen, aber ich weiß nicht wohin. Einerseits habe ich hier den Proberaum und ein riesiges Zimmer mit allem drum und dran. Andererseits könnte ich mir mit meinem Gehalt eine größere Villa leisten, als diese hier."
Ich spürte Eifersucht in mir hochsteigen, versuchte allerdings es mir nicht anmerken zu lassen. Keine Ahnung wie er es geschafft hatte mit 17 Jahren Staatsanwalt zu werden. Aber dass er gleich soviel verdienen würde, hätte niemand gedacht. Damit gab er andauernd an und mich machte es wütend. Er war zwar ein guter Freund, aber trotzdem hatte er seine hohe Stellung und den guten Ruf auf der Polizeiwache nicht verdient.
"Tja, Kantilen, dann lass dir was einfallen. Ich bin glücklich mit dem was ich habe." Und noch bekomme, fügte ich in Gedanken hinzu. Dabei dachte ich einen Moment lang an Melina und ging in den Proberaum.
"Heute fahre ich."
"Untersteh dich junge Dame. Mit meinem Sportwagen fährt niemand außer mir." Ich rannte aus dem Haus und setze mich schnell ins Auto. Danach drückte ich lange auf die Hupe.
"Erst Maul so weit aufreißen und jetzt nicht in die Gänge kommen."
Maya und Melina hatten sich mal wieder aufgestylt. Ich hatte mich schon immer gefragt, wieso Frauen so lange im Bad brauchten. Seit Melina damals mit dem Schminken anfing, kannte ich die Antwort.
Maya kam als Erste aus dem Haus. Sie hatte ein bezauberndes, rotes Kleid an und ihre Haare waren hochgesteckt. Eigentlich benutze sie nie Schminke, aber diesmal war sie wohl in einen Farbtopf gefallen. Als sie sich auf den Beifahrersitz setze, kam auch meine Schwester endlich aus der Tür heraus gerannt. Sie hatte ein weiß-schwarz glänzendes Kleid an, dazu passend weiße Handschuhe, die ihre Unterarme bedeckten. Meine Schwester war im Gegensatz zu Maya kaum geschminkt.
"So jetzt können wir los."

Ich saß seit zwanzig Minuten auf einem Barhocker und bestellte mir einen Drink nach dem Anderen. Die Party von Kantilen hatte schon vor einer Stunde angefangen, allerdings war von den Edgeworth noch keiner zu sehen und ich fragte mich die ganze Zeit, warum ich überhaupt gekommen war. Vor ungefähr 6 Jahren war ich zuletzt auf einer Party gewesen - dort traf das erste Mal Mia. Damals war ich auch noch ein bekannter und erfolgreicher Anwalt. Aber die Zeiten hatten sich geändert und jetzt musste ich meinen Weg als Staatsanwalt gehen.
Nachdem ich meinen Drink ausgetrunken hatte, verließ ich die Bar und ging an die frische Luft. Ich wollte mir die Abendlandschaft ansehen und auf die Edgeworth's warten. Am Himmel sah man vereinzelt die Sterne leuchten. Plötzlich kam Silas zu mir. Er war ein Mitglied der Band und Polizist. Ich kannte ihn nur vom Sehen.
"Hallo Diego. Ich hatte nicht damit gerechnet dich hier zu sehen." verachtend grinste er zu mir und holte eine Zigarette aus seiner Hosentasche. Anscheinend mochte er mich nicht.
"Ich auch nicht." Einen Moment lang schwiegen wir. Nachdem er seine Zigarette geraucht hatte, drehte er sich zu mir. "Und wieso bist du dann hier?"
"Eine Kollegin hat mich überredet." Ich hielt es nicht für nötig ihm zu sagen, wer mich gefragt hatte.
"Aha. Wahrscheinlich ist sie nicht nur eine Kollegin, was?" Ich gab ihm darauf keine Antwort. Schließlich sprach er weiter. "Ich bin eigentlich auch nicht wegen dem Auftritt hier. Ich warte auf jemanden. Schau mal!" Plötzlich lief er zur Straße. Dort hielt ein roter Sportwagen.
Es konnte nur Miles' Wagen sein.
Silas rannte unserem Wagen zu. Wenn Miles kein so guter Fahrer wäre und nicht rechtzeitig gebremst hätte, läge er jetzt unter dem Auto. Schließlich öffnete er mir die Wagentür.
"Hallo Schönheit. Wie geht es dir?"
"Danke. Gut und selbst?" Ich stieg aus dem Wagen und umarmte ihn. Er roch mal wieder äußerst gut. Ich kannte ihn schon seit die Gavinners gegründet wurden und wir kamen immer gut miteinander aus. Er war ein wirklich guter Freund.
"Ich habe schon den ganzen Abend auf dich gewartet. Deshalb bin ich auch eigentlich hier."
"Ach hör doch auf." Er machte mir schon immer Komplimente und wollte besonders nett zu mir sein. "Du bist wegen eurem Auftritt hier, selbst wenn ich nicht hier wäre."
"Glaub mir doch. Ich wollte dir sowieso noch etwas sagen. Es betrifft..." Ich erblickte Diego. Zu meiner Überraschung trug er seine Maske nicht.
"Ja später. Ich begrüß jetzt erstmal Diego, schließlich ist er, im Gegensatz zu dir, wirklich nur wegen mir hier. Bis später." Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und rannte zu Diego.
Er erblickte mich und lächelte.
"Hey Melina." Er sah zuerst in mein Gesicht, danach blickte er mich von oben bis unten an.
"Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Du siehst wahnsinnig hübsch aus in dem Kleid. Und ich habe mir einfach irgendeinen Anzug angezogen." Er errötete leicht und ich ergriff verlegend das Wort.
"Ach quatsch. Du siehst gut aus. Ich hoffe ich habe dich nicht zu lange warten lassen. Sollen wir reingehen? Die Gavinners spielen gleich." Diego nickte und wir gingen in den großen Proberaum. Dort waren Stühle und Tische aufgestellt. Auf der Bühne waren schon alle Instrumente aufgebaut. Ich setzte mich mit ihm an einen Tisch und suchte verzweifelt nach Gesprächsstoff. Aber nachdem die erste Hürde genommen war, sprach ich wie ein Wasserfall. Währenddessen blickte er mir die ganze Zeit in die Augen. Wir gingen von einem Thema zum Anderen über und bestellten uns immer wieder neue Drinks. Er verfolgte meine Gesten und lächelte oft. Wir bemerkten gar nicht, dass die Gavinners auf die Bühne kamen. Um uns herum standen die Leute auf und klatschten, aber Diego und ich redeten weiter. Mir fielen sein Humor, seine charmante Art zu reden und seine Sensibilität in seiner Stimme auf. Eigenschaften, die leider nicht jeder Mann besaß.
Als das erste Lied der Gavinners erklang zeigte er mit dem Finger auf die Bühne und wir standen endlich auf. Die Gavinners trafen anscheinend seinen Musikgeschmack, denn er kannte die Songtexte besser als ich und wir sangen eifrig mit.
Nach einer Weile hörte die Musik auf zu spielen und Kantilens Stimme erklang aus dem Mikrofon.
"Hallo Freunde. Danke, dass Ihr alle gekommen seid. Nachdem wir die ersten Lieder gespielt haben knurren unsere Mägen. Hiermit eröffne ich das Büfett."
Eine große Menschenmenge rannte zum Büfett - unter anderem mein Bruder, was mich nicht wunderte. Musik erklang aus der Stereoanlage und Diego sah mich mit seinem charmanten Lächeln an.
"Soll ich dir etwas vom Büfett holen?"
Er war sehr höflich und zuvorkommend. Vor allem war er ein richtiger Gentleman.
"Danke, aber ich komm mit dir. Du weißt doch gar nicht, was ich gerne mag."
"Da hast du recht, aber ich würde dir gerne einen Gefallen tun."
"Den hast du bereits."
Es war bereits nach Mitternacht. Mein Bruder war schon mit Maya nach Hause gefahren und nur noch wenige waren da. Diego und ich saßen draußen auf einer Bank und sahen in den sternenklaren Himmel. Ich zitterte vor Kälte und er zog sein Jackett aus.
"Hier, zieh dir mein Jackett über." Er stand auf und legte es um mich.
"Danke Diego, aber gleich frierst du auch noch." Er setzte sich wieder neben mir und legte seinen Arm um meine Schulter.
"Sicher nicht. In Gegenwart einer so hübschen Frau wird mir nicht kalt."
Einen kurzen Moment schwiegen wir und sahen uns tief in die Augen. Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hätte.
Er drehte mit seinen Händen meinen Kopf zu sich heran und küsste mich. Erst tasteten seine weichen Lippen vorsichtig nach meinen und seine warmen, großen Hände streichelten mein Gesicht.
Langsam schloss ich meine Augen und legte meine Arme um seinen Hals. Ich erwiderte seinen Kuss, erst vorsichtig und anschließend immer hemmungsloser.
Ich fühlte mich wie in einem Traum. Er gab mir ein Gefühl von Geborgenheit und Liebe und brachte mein Blut in Wallungen. Dieses Gefühl hätte ich am liebsten festgehalten. In meinen Gedanken flog ich bereits über die Erde.
Meinen Körper durchströmte eine unbeschreibliche Wärme und ich begehrte ihn so sehr, dass ich mich auf seinen Schoß setzte, sodass sich unsere Gesichter entgegen standen. Meine Fantasie ging weit über dem hinaus, indem wir uns befanden. Ich wollte ihn spüren, ihm näherkommen und lieben.
Während sein Jackett auf dem Boden fiel und wir uns immer heftiger und stürmischer küssten, stöhnte er leise auf und sein Atem wurde immer schneller.
Seine Hände wanderten herunter bis zu meinen Hüften und er drückte sich fest an mich.
Meine Hände strichen daraufhin über seinen Oberkörper.
Als seine Lippen sich nicht mehr bewegten, öffnete ich meine Augen und wir sahen uns an - so wie dieser Kuss seinen Anfang nahm.
Nach einer Weile wurde mir die Situation allerdings unangenehm und ich sprang von seinem Schoss. Nun stand auch er auf.
"Es tut mir leid. Ich ... ich wollte dir nicht zu nahe kommen." Er sah mich mit einem verzweifelten Blick an und fasste sich mit seiner rechten Hand in den Nacken.
"Nein, das bist du nicht." Ich versuchte nach seiner linken Hand zu greifen, aber er steckte sie schnell in seine Hosentasche.
"Ich glaube ich geh besser. Gute Nacht." Er drehte sich um und ging in Richtung nach Hause.
"Warte." Er blieb stehen und drehte sich nach ein paar Sekunden zu mir um.
"Danke für den schönen Abend." Er sagte nichts darauf, drehte sich wieder um und ging weiter.
Ich setzte mich wieder auf die Bank. Meine Hand wanderte über die Stelle, wo er gesessen hatte und ich drückte meine Lippen aufeinander. Ich schloss meine Augen und dachte noch lange an den Kuss. In meiner Fantasie stellte ich mir vor, wie wir beide über den Boden schwebten und nicht mehr aufhören konnten uns zu küssen.
Als ich meine Augen wieder öffnete, erblickte ich auf dem Boden sein Jackett.

Spoiler : Kapitel 4 :
Am heutigen Morgen war mein Kaffebedarf höher als sonst.
Die ganze Nacht über hatte ich wach gelegen und nachgedacht. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Der Kuss ging von mir aus und es kam mir so vor, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ihre Lippen waren weich und ich spürte ihr Verlangen - so als wäre es meins gewesen - aber sie arbeitete für mich und Miles würde mir den Kopf umdrehen, wenn ich mit seiner Schwester etwas anfangen würde.
Durch ein Klopfen an der Tür wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
"Guten Morgen. Entschuldige die Verspätung, aber du weißt ja, ich bin immer zu spät." Melina schloss die Tür und setzte ihre Tasche auf einem Stuhl ab. Sie öffnete sie und zog mein Jackett heraus. "Hier, das hast du gestern Nacht vergessen."
"Oh, danke. Daran habe ich gar nicht mehr gedacht." Ich hatte gestern aber auch alles um mich herum vergessen. Ich gestand mir ein, dass der Kuss nicht nur irgendein Kuss war. Er war etwas Besonderes.
"Diego, wegen gestern. Ich.." Schnell schnitt ich ihr das Wort ab.
"Nein. Ich muss mich entschuldigen. Ich wollte dich nicht überrumpeln. Es kam einfach über mich. Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen schönen Abend mit einer schönen Frau verbracht." Ich wusste nicht mehr weiter. Sie war nicht nur schön.
"Diego, du brauchst dich gar nicht zu entschuldigen. Bei einem Kuss sind immer zwei Personen beteiligt und mich hat schon lange ein so toller Mann nicht mehr geküsst." Ich fühlte mich geschmeichelt, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war 16 Jahre älter als sie und sie fand mich toll. "Ich fand, der Kuss war das Highlight des Abends und gute Freunde dürfen sich auch mal küssen, oder nicht?" Sie zwinkerte mit ihren Augen und ich stimmte ihr zu, allerdings fühlte mein Herz mehr für sie, als nur gute Freundschaft.
"Daryan, wieso hast du Melina gestern nicht gefragt?" Kantilen war mal wieder außer sich. "Wir müssen jetzt endlich wissen, wie Sie sich entscheidet. Und du bist doch wirklich der einzig Richtige dafür."
"Ja ich frag Sie später in der Cafeteria. Willst du nicht dabei sein?" Verzweifelt sah er Kantilen an.
"Nein. Steh deinen Mann. Schließlich hast du das vorgeschlagen?"
"Ob vorschlagen das richtige Wort ist?" Ich verstand mal wieder nichts.
Seit geraumer Zeit verkrochen sich Daryan und Kantilen immer wieder im Aufenthaltsraum. Irgendetwas heckten die beiden aus und mich hatten sie mal wieder nicht eingeweiht.
Als die Gavinners zu Anfang gegründet wurden, wusste ich immer alles. Doch mit den Jahren hatte sich alles verändert. Ich war ein totaler Außenseiter geworden. Das wollte ich jetzt ändern.
"Na ihr zwei. Was heckt ihr jetzt schon wieder aus?" Daryan schreckte zusammen und Kantilen sah mich böse an.
"Hast du uns etwa belauscht?", fragte er mich verärgert.
"Vielleicht. Aber was tut das jetzt noch zur Sache. Ihr habt irgendetwas geplant und ich will jetzt wissen was." Ich ging einen Schritt auf Kantilen zu.
"Du willst wirklich wissen, was wir geplant haben?"
"Ja und zwar sofort." Meine Geduld ging langsam zu Ende.
"Okay, dann hör gut zu. Du fliegst aus der Band."
Entsetzt sah ich ihn an. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich war einer der besten Pianisten des Landes.
"Wieso ich? Und was hat Melina damit zu tun?"
"Aha, also doch belauscht. Das geht dich nichts an. Du spielst schon lange nicht mehr so gut wie früher. Wenn man dich spielen hört, denkt man, du hättest alles verlernt. Wir alle aus der Band denken, dass du nur noch bei uns bist wegen der ganzen Aufmerksamkeit in den Medien. Wegen dir machen unsere Lieder nicht mehr die ersten Plätze in den Charts. Das wird sich aber ändern. Und jetzt verlass bitte mein Büro." Kantilen schob mich unsanft aus dem Raum und ich krallte mich an der Tür fest. Er hatte mein Pianistentalent beleidigt und ich wollte so schnell nicht aufgeben.
"Warte. Was wollt ihr denn ohne einen Pianist machen?"
"Daryan kann auch Klavier spielen." Irgendetwas ging nicht mit rechten Dingen zu.
"Du willst mir nicht wirklich weismachen, dass Daryan mehr Talent hat als ich. Wenn der Klavier spielt werdet ihr keinen Erfolg mehr haben. Und wer übernimmt das Gitarren spielen?"
"Das mache ich." Kantilen ließ mich los und verschränkte seine Arme. Er schien ziemlich gelassen und selbstsicher zu sein. Die beiden hatten wohl wirklich schon alles durchgeplant.
"Und wer wird singen?" Denn ohne Sänger würden sie erst Recht keinen Erfolg mehr haben.
"Auch ich." Kantilen grinste mich an. "Und eine Frau." Geschockt und zugleich amüsiert schüttelte ich den Kopf. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen.
"Du spinnst wohl! Eine Frau in einer Männerband. Damit werdet ihr scheitern. Kantilen, du kannst dich jetzt noch bei mir entschuldigen. Ich komm auch in die Band zurück und niemand wird von diesem unangenehmen Vorfall etwas erfahren. Aber du kannst nicht eine Frau mit dir singen lassen. Die Gavinners sind dafür eine zu erfolgreiche Boy-Band." Ich war außer mir und musste mich mittlerweile beherrschen.
"Da sie attraktiv und sehr sexy ist wird das kein Problem sein. Aber das lass ab heute unsere Sorge sein." Er hielt kurz inne. "Übrigens alle aus der Band waren dafür dich rauszuschmeißen." Nun verlor ich vollkommen meine Beherrschung.
"Das werdet ihr alle bereuen!"
"Ich muss zugeben, Maya macht die besten Muffins der Welt." Grinsend biss ich in meinen Muffin. "Wenn ihr heiratet, wirst du wirklich nicht verhungern."
"Sag ich ja." Miles nahm ein Taschentuch und wischte die Krümel von seinem Bürotisch. "Hast du eigentlich auch mal ans Heiraten gedacht?"
"Wegen dem Essen?" Ich wich vergeblich dem eigentlichen Thema aus.
"Diego, du weißt ganz genau wie ich das meine."
"Ja, ich weiß. Klar habe ich schon mal dran gedacht, aber bis jetzt möchte mich noch niemand heiraten."
"Diego, hast du dich denn schon mal umgeguckt nach der Richtigen? Du kannst nicht immer an Mia hängen bleiben." Nur weil ich Single war, hieß das noch lange nicht, dass ich über Mia nicht hinweg sei.
"Das habe ich." Ich hatte nicht vor ihm von meinen Gefühlen zu seiner Schwester zu erzählen, aber ich wollte auch nicht, dass er immer Mia als Grund nannte.
"Ich habe jemanden kennengelernt. Zwar kannte ich sie schon länger, aber erst seit Kurzem habe ich sie richtig kennen gelernt und, wie soll ich es sagen, wir sind uns näher gekommen." Wobei ich noch nicht einmal unrecht hatte. Ich kannte Melina schon länger durch Miles, aber wirklich wusste ich nie etwas von ihr. Erst gestern fand ich heraus, wie gut sie küssen konnte.
"Wie heißt sie?" Neugierig sah er mich an.
"Das verrat ich dir nicht." Ich konnte ihm es nicht sagen, obwohl wir beste Freunde waren.
"Dann sag mir wenigstens, wie ihr euch kennen gelernt habt."
"Sie arbeitet hier." Überrascht sah er mich an.
"Das ist ja toll. Eine Polizistin?" Da Melina und Franziska die einzigen weiblichen Staatsanwälte waren, konnte ich ihm nicht verraten, welchen Beruf sie ausübt.
"Miles. Vorhin meintest du noch, ich solle dir nur sagen, wie wir uns kennen gelernt haben. Mehr verrat ich nicht." Angespannt atmete ich aus.
"Na gut, Diego. Aber halt mich auf dem Laufenden. Vielleicht will dich bald doch jemand heiraten." Er sah kurz aus dem Fenster und wandte sich wieder zu mir. "Weißt du eigentlich, was Melina gestern auf Kantilens Party gemacht hat?" Ich schluckte und versuchte die richtigen Worte zu finden.
"Wie meinst du das?"
"Maya und ich sind ja schon etwas früher gefahren, aber sie war erst nach Mitternacht zuhause. Eigentlich habe ich mit ihr ausgemacht, spätestens halb elf zuhause zu sein, wenn sie am nächsten Tag arbeiten muss. Aber jemand muss sie wohl aufgehalten haben. Hast du vielleicht etwas mitbekommen?" Verzweifelt suchte ich nach den richtigen Worten.
"Da kann ich dir leider nichts zu sagen." Ich versuchte meine Nervosität zu verstecken.
"Naja. Ich hoffe sie hält sich nächstes Mal an unsere Absprachen. Dir noch viel Glück mit deiner neuen Flamme."

"Das ist nicht dein ernst?"
"Wenn ich es dir doch sage. Er hat mich einfach so geküsst und du glaubst nicht wie wunderschön es war." Verträumt sah ich durchs Fenster. Ich musste doch meinem besten Freund von dem Kuss erzählen. Kantilen wusste alles über mich und wenn ich etwas zu verheimlichen versuchte, fand er es sowieso heraus.
"Bist du verliebt?" Frech grinsend sah er mich an.
"Nein, wie kommst du denn darauf? Diego und ich sind gute Freunde und ich bin ihm doch eh zu jung. Es war für ihn bestimmt nur ein Abenteuer."
"Und das glaubst du wirklich?" Eigentlich glaubte ich es nicht. Nichts von dem, was wir gestern erlebten, deutete darauf hin, dass er ein Austester war.
"Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass er gut küssen kann und ein guter Zuhörer ist." Nachdenklich sah Kantilen mich an. "Was ist los?", fragte ich ihn daraufhin.
"Ach, nichts eigentlich. Melina, du bist eindeutig verliebt." Entsetzt schlug ich mit der Faust auf den Tisch.
"Nein. Wir haben uns nur geküsst. Das machen wir doch auch!"
"Aber du hast nie von meinen Küssen geschwärmt und deine Augen haben auch nicht so gestrahlt, wie sie es gerade tun." Aufgeregt und rechtfertigend suchte ich nach Worten.
"Aber ich.." Er unterbrach mich.
"Nein Melina. Ich kenn dich jetzt lange genug und merke es dir an deiner Nasenspitze an, wenn du verliebt bist oder nicht." Einen Moment lang schwiegen wir. Ich musste erst einmal realisieren, was er mir damit sagen wollte. Um die Stille zu brechen, fing Kantilen an über seine Band zu sprechen.
" Übrigens habe ich heute Morgen Silas aus der Band geworfen."
"Was?" Zuerst war ich geschockt. "Wieso das denn?"
"Er spielt nicht mehr gut genug. Ist dir nicht schon mal aufgefallen, dass er sich andauernd bei Live-Konzerten verspielt?" Zustimmend nickte ich. Die Gavinners hatten deshalb auch schlechte Kritiken in den Medien bekommen. Darunter litt Kantilen sehr, da die Band sein Lebenswerk war. "Und wir wollen uns ein wenig verändern."
"Inwiefern?", fragte ich ihn neugierig. Die Band hatte schon oft versucht sich zu verändern. Zum Beispiel hatten sie vor drei Monaten versucht einige Lieder von Rock auf HipHop umzuschreiben. Aber das ging deutlich schief.
"Wir wollen nicht mehr als Boy-Band auftreten. Um auf den Punkt zu kommen - wir brauchen ein weibliches Mitglied."
"Aha und wie kommt der plötzliche Sinneswandel?" Überrascht folgte ich seinen Worten, denn vor einigen Wochen hatte ich solch eine Veränderung vorgeschlagen und Kantilen war ganz und gar nicht begeistert.
"Ich weiß auch nicht. Aber hauptsächlich liegt es an unseren Platzierungen in den Charts. Eine Frau mit guter Stimme und einem hammer Aussehen fehlt uns, um wieder auf den besten Plätzen zu landen." Er hielt kurz inne. "Übrigens wollte Daryan noch mal dringend mit dir sprechen."
"Und worüber?"
"Das musst du ihn schon selbst fragen." Genervt sah ich ihn an.

Spoiler : Kapitel 5 :
Einige Wochen waren seit meinem ersten Arbeitstag vergangen und die Arbeit machte mir viel Freude. Diego und ich gewannen unseren ersten gemeinsamen Fall vor Gericht und der Nächste stand unmittelbar bevor.
Wir bauten ein gutes freundschaftliches Verhältnis zueinander auf, sowohl bei der Arbeit, als auch in unserer Freizeit. Wie es unser Terminkalender zuließ, verabredeten wir uns, mal auf ein Glas Wein oder einen gemütlichen Filmeabend. Über unseren Kuss hatten wir allerdings nicht mehr gesprochen.
Für den heutigen Abend verabredeten wir uns zum ersten Mal bei Diego.
Meinem Bruder sagte ich von nichts, woraufhin sich Daryan - seit gestern stolzer Führerscheinbesitzer - bereiterklärte, mich bei Diego abzusetzen.
Dort angekommen, sah ich mich erst einmal um.
Von außen betrachtet war sein Haus wie ein kleiner Bauernhof. Der Garten war reichlich bepflanzt mit verschieden schönen Blümchen, Sträuchern und sogar Obstbäumen.
Des Öfteren erzählte er mir von seiner Liebe zur Natur.
Um den gepflasterten Weg herum, der zur Haustür führte, erblühten Rosen, Lilien und Sonnenblumen in ihrer vollsten Pracht und in meine Nase stiegen allerlei herrliche Düfte.
Eine kalte Brise umwehte mein Gesicht und Diego öffnete mir nach dem Klingeln die Türe. Nachdem wir uns umarmten, nahm er mir meinen Mantel ab und gingen in die Küche. Alles war farblich zueinander abgestimmt und versprühte eine heimelige Anziehung.
Durch die dunkelgrüne Farbe an den Wänden kamen seine Kaffeebilder besonders zur Geltung. Das Kiefernholz, aus dem seine Möbel bestanden, glänzte und kein Staubkorn war auf dem Boden, geschweige denn in den Ecken zu sehen.
Nachdem ich seine Küche genug bestaunte, führte er mich ins Esszimmer.
Ein großer Kerzenleuchter spendete in seiner vollen Pracht reichlich Wärme und Licht, und weißvergoldetes Geschirr mit dem passenden Besteck lagen an den zwei Enden des schmalen Tischchens. Zudem lagen ringsherum prächtige Rosenblätter, die er sicherlich aus seinem Garten gepflückt und liebevoll platziert hatte.
Seine mühevolle Arbeit, die er sich nur mich machte, verschlugen mir die Sprache und seine Liebe zum Detail berührte mich.
"Gefällt es dir?" Fragend sah er mich an. Aufgrund meines Schweigens, suchte er händeringend nach Worten.
"Also, wenn du schon einmal hier bist, sollst du dich auch wohl fühlen." Er schob den Stuhl nach hinten, sodass ich mich setzen konnte.
"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!" Da mich meine Stimme im Stich ließ, gab ich ihm dankend einen Kuss auf die Wange. "Das ist total romantisch von dir."
"Mein Magen knurrt bereits - was bestellen wir uns jetzt zum Essen?"
"Bestellen?" Entsetzt und zugleich amüsiert blickte er in Richtung Küche. "Ich habe uns ein Drei-Gänge-Menü gekocht." Vor Überraschung fiel mir beinahe meine Kinnlade herunter.
"Zuerst gibt es eine Karotten-Ingwersuppe mit Curry, danach schlagen wir uns den Bauch mit gefüllten Nudelherzen voll und anschließend runden wir das Ganze mit einer dunklen Schokoladenmousse ab. Natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast."
"Keineswegs. Wenn ich gewusst hätte, dass du obendrein auch noch ein begabter Koch bist, wäre ich dich schon längst besuchen gekommen." Diego lachte kurz auf und spazierte grinsend in die Küche.
Nach kurzer Zeit kam er mit einem Serviertischchen heraus, auf dem eine große runde Suppenschale stand und eine Flasche Rotwein.
"Lass uns zu allererst die Flasche Rotwein köpfen." Diego nickte zustimmend und nach einem lauten Plock goss er uns beiden die Gläser voll.
"Auf uns." Grinsend hob er sein Glas.
"Auf den besten Koch der Welt."

Nach dem Essen waren wir so satt, dass wir uns nicht mehr bewegen konnten.
"Diego, das Dinner ist dir wirklich gelungen. Du bist ein begabter Koch. Daran könnte ich mich gewöhnen." Geschmeichelt von ihren Worten nahm ich ihre Hand.
"Ich bekoche für mein Leben gern Menschen, die mir etwas bedeuten und du bedeutest mir sogar sehr viel. Lass uns doch ins Wohnzimmer gehen."
Nachdem ich das Kaminfeuer entzündete und ich mich neben ihr auf die gemütliche Couch setzte, legte ich den Arm um sie, woraufhin sie zu mir hochschaute.
"Ich liebe Kaminfeuer. Das flackernde Licht, die unendliche Wärme und der Geruch von brennendem Kaminholz - einfach romantisch." Sie schaute verträumt in das Feuer.
"Du hast so wunderschönes braunes Haar." Ich legte meine Hand auf ihr Haupt und küsste ihre Haare. "Sie duften so herrlich - welches Shampoo benutzt du?" Sie lachte mich an und kuschelte sich an mich.
"Du weißt wohl genau, was eine Frau hören will." Leicht amüsiert sah sie in meine Augen.
"Diego?" Erwartungsvoll lauschte ich ihren Worten. "Zu Anfang habe ich nicht erwartet, einmal mit dir einen derartigen Festschmaus einzunehmen und anschließend vor einem gemütlichen Kaminfeuer zu kuscheln. Aber der heutige Abend hat alle meine Erwartungen übertroffen. Am liebsten würde ich noch die ganze Nacht über hier sitzen und einfach nur mit dir kuscheln."
"Von mir aus." Meine Hände wanderten zu den Ihrigen und ich hielt sie fest.
"Ich muss dir etwas sagen."
Es war der richtige Zeitpunkt gekommen, um meine wahren Gefühle zu offenbaren und über ihre Empfindungen zu sprechen, aber ich brachte nichts mehr heraus.
Sie schaute gespannt zu, während ich meinen Mund öffnete und wieder schloss.
Bevor ich selber klar denken konnte, küsste sie mich.
Mit derselben Leidenschaft, denselben Gefühlen und derselben Liebe, wie an jenem Abend. Voller Lustgefühle begann ich ihre Lippen zu ertasten. Sie fühlten sich weich und zugleich zerbrechlich an, weshalb ich vorsichtig daran knabberte.
Ihre Hand streichelte meine rechte Wange und ich hielt sie mit meinen Händen fest an den Schultern.
Vom Mund bis zu ihren kleinen Öhrchen und herunter zu ihrem schmalen Hals, liebkoste ich sie. Ein herrlicher Duft stieg in meine Nase und ich stöhnte leise vor Erregung. Währenddessen krallte sie sich in meinen Haaren fest und als ich zu ihren Brüsten wanderte, fühlte ich das Kribbeln in ihrem Körper.
Zögernd knüpfte ich ihre Bluse auf und betrachtete die schwarze Spitze ihres BHs.
"Nimm mich, Diego." Brachte sie hervor und streichelte mit ihrer Fingerspitze meine Lippen.
Der Moment war einfach perfekt.
Ihre Haut glänzte und ich öffnete ihren BH, der von vorn geöffnet wurde. Dadurch fielen mir ihre wohlgeformten Rundungen direkt ins Auge.
Sie war bildhübsch und es erregte mich zugleich. Nichts würde diesen wundervollen Abend mehr Toppen können.
Sie zog mir mein T-Shirt über den Kopf und wir kamen immer schneller in Fahrt.
Erst streifte ich meine Hose ab und danach befreite ich sie aus ihrer engen Jeans.
Ihr Slip, ihr Po und ihre langen Beine gefielen mir vom ersten Moment an - als sie in das Esszimmer der Edgeworth kam und mich nicht bemerkt hatte.
Wir drehten uns auf dem Sofa und sie saß nackt auf mir.
Die Magie, die im Raum lag, brachte uns letztendlich zum Höhepunkt.
Ich trieb sie immer schneller voran, bis sie erschöpft auf mir lag.
Wir sahen uns in die Augen, lächelten und schliefen ein.
Langsam erwachte ich aus einer wunderbaren Nacht. In meinen Träumen hatten sich die Geschehnisse des Abends wiederholt. Magie, Lust und Liebe lagen nun in der Luft.
Ich öffnete langsam meine Augen und die Sonne strahlte mir ins Gesicht. Es war ein wolkenfreier Morgen und unter mir lag der schlafende Diego.
Ich habe einen Liebhaber, dachte ich mir grinsend und genoss diesen einzig göttlichen Gedanken.
Auch er wurde langsam wach und sah mir in die Augen.
"Na Süße." Er strich mir über den Kopf und sah mich mit einem liebevollen Blick an. "Hast du gut auf mir geschlafen?"
Lächelnd und zufrieden nickte ich. Es war wirklich wunderbar gewesen.
"Und wie war es unter mir zu liegen?"
"Einfach wunderschön." Wir lächelten zufrieden und küssten uns. Ich wollte überhaupt nicht aufstehen, bis sich Diego verrenkend nach einer Uhr umsah. "Oh nein."
"Was ist los?" Verwirrt sah ich ihn an.
"Wir müssten schon seit einer Stunde in der Staatsanwalt sein!" Erschrocken sprang ich auf. Mir war gar nicht klar, dass ich gerade nackt über ihm stand.
"Aber wenn Ichs mir recht überlege..." Diego zog mich an den Beinen runter und ich rekelte mich über ihm wie eine Katze. Er umfasste mich an meiner Tallie und strich samt über meinen Po.
"Lieber würde ich mit dir noch ein wenig Spaß haben."
Voller Lust und Vorfreude waren wir bei einem Vorspiel, als plötzlich Diegos Telefon klingelte.
"Daraus wird anscheinend nichts mehr. Entschuldige, aber ich muss dran gehen."
Ich stand auf und setze mich auf die Couch, während Diego nackt zum Telefon rannte.
Seine muskulösen Oberarme und sein durchtrainierter Körper reizten mich schon lange und ich konnte es immer noch nicht glauben, mit einem Mann, wie ihm, geschlafen zu haben.
Aus meinen Gedanken gerissen, fluchte Diego laut.
"Dein Bruder hat mich angerufen. Er macht sich Sorgen um dich. Wir müssen jetzt wirklich los." Ich musterte seinen nackten, überaus männlichen Körper von oben bis unten.
Schließlich ging ich zu ihm und küsste ihn eng umschlugen. Unsere nackten Körper berührten sich und es kribbelte in mir.
"Da seit ihr ja endlich!" Mein Bruder kam mit strafenden Blicken auf uns zu. "Wo warst du denn schon wieder? Die ganze Nacht bist du nicht nach Hause gekommen?"
"Beruhig dich mal." Angenervt schubste ich ihn zur Seite, woraufhin er mich festhielt.
"Bleib stehen, Fräulein." Ich ballte meine Fäuste.
"Ich habe schon mit deiner Schwester ein ernstes Wörtchen gesprochen." Grinsend sah ich ihn an, während er keine Miene verzog.
"Melina, halte dich nächstes Mal an das, was ich dir sage." Endlich lies er meinen Arm los und ich ging gemeinsam mit Diego in sein Büro.
"Danke." Lächelnd sah ich zu ihm hoch, aber er schaute nur stur nach vorne. "Ist irgendwas?"
Erst seufzte er leise und schließlich blieb er stehen.
"Die Nacht mit dir war echt schön. Aber du weißt, was das für Konsequenzen haben wird, wenn das herauskommt."
Ich wusste was es bedeuten würde und ich fühlte einen Stich in meinem Herzen.
Einer auszubildenden Staatsanwältin ist es nicht erlaubt mit ihrem ausbildenden Staatsanwalt eine Beziehung einzugehen, damit sie objektiv beurteilt werden kann.
Diese ganzen Vorschriften aus dem persönlichen Staatsanwaltschaftsbuch unserer Polizei, bei dem die meisten auch noch mein Bruder aufstellte, fand ich schon immer schwachsinnig.
"Vielleicht..." Diego brach seinen Satz ab.
"Was vielleicht?"
"Vielleicht sollten wir die ganze Sache vergessen." Er sah zu Boden.
"Vergessen?" Entsetzt sah ich ihn an. "Ich kann das nicht vergessen."
"Ich auch nicht. Aber wir müssen vorsichtig sein. Niemand darf das wissen."
"Ja, das wird kein Problem sein. Diego?"
"Ja?"
"Ich liebe dich." Endlich sah er mir in die Augen. Sein Blick verriet mir seine Gedanken.
"Ich dich auch." Schnell küsste er mich auf den Mund und sah mir noch eine ganze Weile in die Augen.
Danach stolzierten wir beide mit einem Lächeln auf den Lippen zu unserem Büro.

Spoiler : Kapitel 6 :
Gestern Abend konnte ich an nichts anderes mehr denken. Der Rauswurf machte mir schwer zu schaffen.
Ich gehörte von Anfang an zu den Gavinners und jetzt wollten sie ihren eigenen Weg gehen, und ihren eigenen Untergang.
"Silas, hast du mich verstanden?"
"Was?" Maggey ging mir heute total auf die Nerven. Seit sie wieder im Polizeirevier arbeitete, trug sie mir allerlei Arbeiten auf, obwohl ich ein super Polizist war.
Selbst Miles Edgeworth hatte mich vorgestern für meine Leistungen gelobt.
Edgeworth - genau das richtige Stichwort: Melina!
Es ergab sich noch keine Gelegenheit mit ihr zu sprechen. Aber es musste bald passieren, bevor jemand anders es tat.
Der Dringlichkeit war ich mir schon lange bewusst.
"Maggey ich mach das schon." Ich riss ihr die Papiere aus der Hand.
"Moment mal, weißt du überhaupt, was du da in den Händen hälst?"
Trotzig stemmte sie die Hände an die Hüften und nahm sie wieder an sich.
"Das sind wichtige Unterlagen. Die müssen zu Herrn Armando und seiner Assistentin."
"Das trifft sich gut. Ich muss sowieso in die Richtung."
"Na gut." Widerwillig gab sie mir die Unterlagen zurück.
"Falls er dich fragt, es geht um den Mordfall von gestern abend."
"Okay." Ich machte mich gerade schon auf den Weg, als Maggey hinter mir her lief.
Was wollte sie denn jetzt schon wieder?
"Silas. Warte." Ausser Atem gab sie mir einen Zettel. "Hier steht alles Wichtiges, was du zu dem Fall wissen musst.
Gumshoe will, dass du den Fall übernimmst und mit Herrn Armando und Miss Edgeworth zusammen arbeitest."
Das passte doch perfekt zusammen. Bald würden wir nicht nur zusammen arbeiten.
Ich bedankte mich kurz bei ihr und rannte los in den 12 Stock.
Seine Küsse waren einfach wundervoll. Jede Berührung ließ mich schweben und ich fühlte mich zum allerersten Mal im siebten Himmel.
Plötzlich klopfte es an der Tür und ich sprang so schnell ich konnte von Diego herunter.
"Herein." Sagten wir beide und sahen uns verängstigt an. Ich wusste, dass er sich genauso Gedanken machte, wie ich. Zum Glück war es nur Silas, der schnell hereinkam und die Tür schloss.
"Hi. Wir haben einen neuen Fall." Er schien nervös zu sein, da er sich dauernd am Bein kratzte. "Ich bearbeite ihn mit euch zusammen."
"Danke Silas." Diego nahm die Papiere und ich schaute mit in die Unterlagen.
Cora Demington. Eine blonde Schönheit und 20 Jahre jung.
Todesursache: Schlag auf den Hinterkopf.
Todeszeitpunkt: Schätzungsweise gestern Abend um 20 Uhr.
Das arme Ding. Viel zu jung, um zu sterben.
"Wissen wir genaueres zum Opfer?"
"Ja. Heute morgen wurde sie von ihrer Mutter identifiziert. Cora Demington lebte zwei Ortschaften entfernt von hier. Aber man fand sie in unserem Wald.
Ihre Mutter gab an, dass sie gestern Abend zu einer Feier wollte."
"Irgendwas sagt mir der Name", sagte Diego nachdenklich.
Mir kam sie auch bekannt vor.
"Es könnte daran liegen, dass sie vor drei Monaten noch hier im Archiv gearbeitet hat."
Jetzt fiel es mir wieder ein.
Zu Anfang hatte ich schon mal ein bis zwei Sätze mit ihr gesprochen, aber mehr auch nicht. Sie war eher ruhig und saß in der Cafeteria immer allein.
"Kannst du uns nähere Einzelheiten berichten?", fragte ich ihn interessiert und er wandte seine ganze Aufmerksamkeit zu mir.
"Ja, ich war zwar gestern nicht am Tatort, aber Maggey Byrde gab mir einige Informationen mit. Anscheinend wurde sie von hinten überrascht. Es gibt keinerlei Spuren oder Hinweise zum Täter. Zeugen gibt es auch nicht.
Beim Opfer fand man einen großen roten Knopf. Aber der scheint nicht von Bedeutung zu sein. Raubmord ist auszuschließen."
Lange dachte ich über diesen roten Knopf nach, denn ich hatte ebenfalls einen an meiner Bluse.
"Ach ja, das hätte ich jetzt fast vergessen. Man fand sie in einem Pappkarton."
"Moment mal. In einem Karton?" Ensetzt sahen Diego und ich uns an.
"Ja. Maggey hat mir ein Foto mitgegeben. Hier seht mal."
Erstarrt vom Anblick des Fotos, gab ich es schnell Diego. Auch er saß wie versteinert auf seinem Stuhl.
Ihr Körper lag eingerollt in diesem Karton. Ihre Haare verdeckten ihr Gesicht und in ihrer Hand lag dieser große, rote Knopf.
Es lief mir kalt den Rücken herunter. Ich sah zwar des Öfteren Leichen und hatte bereits meinen ersten Fall vor Gericht, aber dabei ging es um einen Diebstahl.
"Das arme Mädchen."
Endlich ließ uns Silas allein, denn Melina's Anspannung war kaum zu übersehen.
"Ist alles in Ordnung mit dir?"
Sie schwieg.
"Melina?"
Sie schwieg weiterhin.
Der Mord machte ihr anscheinend schwer zu schaffen und das Bild brachte sie letztendlich aus der Fassung.
"Süße." Ich stand auf und nahm sie in den Arm.
"Ich kann es nicht glauben. In einem Karton." Sie zitterte und fing an zu weinen.
"Und ich dachte, mein erster Mordfall wäre einfacher."
"Mord ist nie einfach." Sanft strich ich über ihren Kopf. "Mein erster Mordfall war auch sehr hart für mich."
Plötzlich riss sie sich aus meinen Armen und wischte mit ihren Handflächen ihre Tränen weg.
"Ich darf nicht weinen. Als Staatsanwältin sollte man keine Emotionen zeigen."
"Das stimmt nicht." Nach einer Weile kam sie wieder auf mich zu und umarmte mich innig.
Wie lange war es schon her, seit eine Frau zuletzt an meiner Schulter weinte. Ich rieb meine Wange an ihrer und streichelte liebevoll über ihren Kopf.
"Was macht ihr denn da?" Aufgebracht stürmte Miles in mein Büro.
"Was hat das zu bedeuten?"
Melina ließ mich los und drehte den Rücken zu Miles, sodass sie aus dem Fenster schauen konnte. Miles sah mich vorwurfsvoll an.
"Wir haben gerade einen Fall übernommen und Melina ..."
"..mir gehts nicht gut. Das ist alles." Sie sah mich böse an und Miles Blick wich endlich von mir.
"Wirst du krank?", fragte er beunruhigt.
"Mir ist nur ein wenig schlecht." Sie log. Sie wollte ihrem Bruder nicht die Wahrheit sagen. Kein Wunder, denn er zeigte nur selten seine Gefühle.
"Diego? Wenn es später nicht besser wird, bringst du sie dann nach Hause?"
"Klar, mach ich."
"Danke. Ach, das wollte ich euch noch kurz einreichen. Der vollständige Autopsiebericht von Cora Demington." Hinter mir hörte ich ein lautes Schluchzen.
Nachdem er den Raum verließ, drehte ich mich zu ihr und wollte sie in den Arm nehmen, aber dazu kam es nicht.
Schweigend verließ sie den Raum.
An den Toiletten traf ich zufälligerweise Kantilen.
"Hey Mell. Na wie... weinst du?" Ich ignorierte ihn. "Was ist denn los?"
Ich konnte ihn nicht ignorieren. Er war mein bester Freund und mit ihm konnte ich über alles reden.
"Komm mit. Lass uns von hier abhauen."
"Was?" Entsetzt sah er mich an. Das war er wohl nicht gewohnt.
Ich zog ihn schließlich mit mir und wir gingen in den Stadtpark gegenüber des Polizeigebäudes.
"So jetzt erzähl mal."
Ich erzählte ihm von gestern Nacht, von Cora Demington und meinen Heulkrampf.
Er wirkte leicht amüsiert und zugleich beunruhigt.
"Mach dir keine Sorgen.
Dein kleines Geheimnis oder besser gesagt, deine Geheimnisse bleiben unter uns. Aber du solltest dir nicht zu viele Gedanken über den Fall machen.
Natürlich ist es schlimm, wenn jemand auf so grausame Weise sein Leben verliert, aber wir lernen im Laufe der Zeit damit richtig umzugehen und Cora wäre dir sicher dankbar, wenn sie wüsste, dass du ihren Fall übernimmst."
Einen besseren Freund hätte ich mir nicht wünschen können. Er versuchte mich immer zu trösten, als ich damals beim Fahrrad fahren auf die Nase fiel und vorhin, als ich meinen Gefühlen freien Lauf ließ.
"Und das mit Diego... Also ich wusste ja schon immer, dass du auf Ältere stehst." Mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, zwinkerte er mir zu und wir lachten.
"Ich habe mich wirklich in ihn verliebt. Aber mein Bruder darf das auf keinen Fall wissen, hörst du?"
"Hab ich schonmal je etwas weiter gesagt?" Nein, das hatte er wirklich nicht. Auf ihn war schon immer verlass.
"Mell? Ich muss dich warnen." Ich verstand zuerst kein Wort.
"Wovor?", fragte ich besorgt.
"Vor Silas. Du weißt doch, dass wir ihn herausgeschmissen haben."
"Ach das. Ich komme mit ihm immer noch gut zurecht. Gegen mich hat er nichts."
"Das denkst du. Aber er will dich gegen uns ausspielen."
"Wieso sagst du das?"
"Weil es so ist."
"Ich mache mir lieber selbst ein Bild davon." Seine Fürsorge in allen Ehren, aber Silas machte nicht den Eindruck, als wolle er mir etwas böses. "Lass uns wieder rein gehen, ja?"
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Re: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Mick » Sun Nov 27, 2011 10:45 pm

Bis jetzt sehr gut. Das Buch hat eine vielversprechende Story. :D
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Re: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Sun Nov 27, 2011 10:48 pm

Danke :)
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Re: AceAttorney - Justice for Love 

Postby EdgeOverRuled » Sun Nov 27, 2011 10:51 pm

Da kann ich Mick nur zustimmen ;)
Aber Miles und Maya?
Zu dem passt Nick doch viel besser, oder Isy?
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Re: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Codric » Sun Nov 27, 2011 10:57 pm

Maya als Miles' Freundin? Das ist... ungewöhnlich. Wenn ich so darüber nachdenke...
... nein, es bleibt seltsam. Aber sehr interessant eigentlich. ^^

Es klingt soweit sehr interessant, ich bin gespannt, was da noch so passieren wird. Dies war ja nur der Prolog, also kann man noch nicht so sehr auf die richtige Geschichte schließen, ich warte mit einem Urteil über den Schreibstil also noch ein wenig, bis ich mehr kenne. ;)
Ich wäre dafür, dass du hier weiterpostest. ^^

(Ein Tipp am Rande: Es muss nicht sein, aber ich würde empfehlen, den Startpost zu bearbeiten und den Titel in "Fanfiction: Ace Attorney -Justice for Love" oder so ähnlich zu ändern - einerseits könnte das mehr Leute anlocken, die Interesse an Fanfictions haben. Andererseits kann man den Thread so ein wenig von den Foren-RPG's unterscheiden. Ist nur eine Idee, ich fände es dann "geordneter", wenn man so will.)
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"Oh no, of course! Hey, I'm the Doctor, I can save the universe using a kettle and some string! And look at me - I'm wearing a vegetable!"
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"I'm the Doctor. I'm a Time Lord. I'm from the planet Gallifrey in the constellation of Kasterborous. I am 903 years old and I'm the man who's gonna save your lives, and all six billion people on the planet below. You got a problem with that?"
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Re: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Sun Nov 27, 2011 10:58 pm

Ich stelle jetzt das erste Kapitel rein.
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby EdgeOverRuled » Mon Nov 28, 2011 5:08 pm

Wow, bis jetzt echt klasse! :D
Es gab ein paar kleine Rechtschreibfehler, aber ansonsten Spitze!^^
Ich freu mich schon auf den nächsten Teil!^^

Aber sag mal:
Wird es auch Szenen im Gericht geben?

PS: Am besten packste den Teil in einen Spoiler.
Wegen dem Platz :wink:
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Mon Nov 28, 2011 5:48 pm

Rechtschreibfehler sind editiert.
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Mick » Mon Nov 28, 2011 6:40 pm

Dem schließe ich mich an - sehr gut. Bis auf einige kleinere Rechtschreibfehler passt alles. :wink: Was die Spoilermarkierung angeht: Wenn du den Text bearbeitest, musst du alles, was in den Spoiler soll, markieren und dann auf das Feld "Spoiler=" klicken. Das befindet sich über dem Textfeld. So kann man nachträglich einen Text in einen Spoiler einfügen. Es gibt noch zwei Methoden, wobei die erste wohl die einfachste ist. :wink:
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Mon Nov 28, 2011 6:44 pm

Danke, Mick.
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Codric » Mon Nov 28, 2011 10:35 pm

So, habe es nun auch gelesen. Soweit gefällt es mir ganz gut, du hast einen netten Schreibstil. Fehler waren drin, aber im absolut lesbaren Rahmen. Ich weiß nun nicht, in welche Richtung es sich entwickelt, ich werde einfach mal gespannt weiterlesen. ^^

Ich würde dir aber etwas empfehlen - EdgeOverRuled hatte ha den Tipp gegeben, dass du die Kapitel in Spoiler packst, das würde es übersichtlicher machen. Mach das am Besten auch mit den schon geposteten. Außerdem würde ich dir auch empfehlen, die "Unterstriche" beim ersten Kapitel wegzumachen - dass also der Text normal da steht und nicht unterstrichen. Das störte so nämlich ein wenig den Lesefluss.

Ansonsten... habe ich alles gesagt. Es ist soweit ganz gut, ich werde weiterlesen. ;)
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Re: FanFiction: AceAttorney - Justice for Love 

Postby Luci » Tue Mar 20, 2012 4:45 pm

Die ersten 6 Kapitel sind nun auch fertig gestellt, überarbeitet und möchten nun von euch gelesen werden.
Ich bitte um Kritik, sowohl positiv als auch negativ.
Ich denke das nächste Kapitel wird Anfang April folgen.
Habe zur Zeit leider Schulstress und muss mich darauf konzentrieren.
Vielen Dank für euer Verständnis.
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